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Wie lade ich Handys ohne Kabel?

Handys ohne Kabel ladenEin ganz gewöhnliches Handy, mit dem man früher lediglich telefonieren und eventuell auch SMS verschicken konnte, hat uns mit nur einer einzigen Akkuladung unter Umständen einen ganzen Monat lang begleitet, bis es mangels Akkuleistung ausgegangen ist, obwohl der Akku womöglich gerade einmal eine Kapazität von 700 mAh hatte, wie es beispielsweise beim Siemens C25 der Fall war. Im Vergleich dazu hat der Akku des Samsung Galaxy S6 Edge eine Kapazität von 2.600 mAh, beim iPhone 6 von Apple sind es sogar 3.000 mAh. Aber dennoch kann man heute froh sein, wenn das Smartphone überhaupt noch einen kompletten Tag durchhält. Teilweise ist der Akku sogar schon am Mittag ordentlich in die Knie gegangen. Nicht umsonst haben viele User daher ihr Smartphone bei jeder nur erdenklichen Möglichkeit am Ladekabel angeschlossen. Die ewige Fummelei mit dem Ladekabel ist manchen Smartphone-Besitzern aber irgendwann mehr als lästig und auch der Hardware ist es nicht gerade zuträglich. Denn irgendwann kann es an der Ladebuchse zu einem Wackelkontakt kommen und auch das Kabel bekommt möglicherweise eines Tages mal einen Kabelbruch am Stecker, weshalb dann eines Tages nichts mehr geht.

Akku laden ohne Kabel, geht das überhaupt?

Schon im Jahr 2009 hatten die Hersteller des Palm Pre einen grandiosen Einfall, denn sie haben das erste mobile Endgerät auf den Markt gebracht, dessen Akku ohne Kabel aufgeladen werden konnte – zumindest ohne direkte Steckverbindung. Allerdings war es nach dem Palm Pre relativ ruhig um die drahtlose Ladetechnik geworden, bis sie jedoch im Jahr 2012 mit dem Nokia Lumia 920 wieder aufgegriffen wurde. Auch das Lumia 830 und das Lumia 930 wurden mit einer Technik ausgestattet, welche das Akkuladen via Induktion möglich machte und damit das Einstecken eines Ladekabels überflüssig machte. Auch Samsung hat den Trend inzwischen erkannt und zum Beispiel das Galaxy S6 und das Galaxy S6 Edge mit einer entsprechenden Technologie ausgestattet. Doch auch andere Hersteller wie LG oder HTC sind auf den gleichen Zug aufgesprungen.

Funktioniert das drahtlose Akkuladen bei allen Herstellern?

drahtloses Akkuladen bei allen Smartphone HerstellernDas Smartphone drahtlos via Induktion zu laden funktioniert grundsätzlich bei allen Herstellern, die diese Technologie in ihren Geräten verbaut haben, gleich. Hierbei ist es allerdings wichtig, dass sowohl Ladeschale als auch Endgerät die gleiche Technologie unterstützen. Bei den meisten Devices ist dies der Qi-Standard. Mittlerweile sind aber immer mehr Unternehmen, wie etwa verschiedene Filialen von Starbucks in den USA, dabei, Induktionsladeschalen fest in ihr Mobiliar zu integrieren, wobei es sich hierbei allerdings um den sogenannten PMA-Standard (Standard Power Matters) handelt. Im Hause Blackberry und HTC scheint sich ebenfalls alles auf dem PMA-Standard zu konzentrieren. PMA und Qi sind allerdings nicht miteinander kompatibel.

Es gibt aber noch eine ganz neue Technologie, die ebenfalls sehr interessant werden dürfte. Denn ein junger Bastler hat die sogenannte Rezence-Technik entwickelt, bei der es nicht mal relevant ist, ob das Smartphone oder Tablet überhaupt an der richtigen Stelle liegt, um geladen zu werden. Hierbei handelt es sich vielmehr um eine Resonanz-Technologie, bei welcher der Wirkungskreis deutlich größer ist, weshalb es unerheblich ist, wo genau sich das Gerät nun befindet. Innerhalb des Wirkungskreises könnten dann sogar mehrere Geräte gleichzeitig geladen werden.

Bringt das drahtlose Akkuladen auch Nachteile?

Leider ja. Wird der Akku über eine direkte Steckverbindung geladen, dann geht dies relativ schnell vonstatten und ist in der Regel schon innerhalb einer oder nur weniger Stunden erledigt. Bei der Induktionsladung dauert dieser Vorgang allerdings deutlich länger – bis zu sechs Mal so lang. Leider geht bei der drahtlosen Akkuladung auch viel Energie durch Wärmeentwicklung verloren, denn die Rückseite des Smartphones wird während des Ladevorgangs recht warm. Unweigerlich steigt damit am Ende auch die Stromrechnung entsprechend ein wenig an.

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