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DSL-Netz wird abgeschaltet: Telekom beantragt Ende in ersten Gemeinden schon 2024?

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14.04.2024
DSL-Netz wird abgeschaltetDroht das Aus für das DSL-Netz der Telekom eher als vermutet, durch den verstärkten Ausbau des Glasfasernetzes? Die Regierung hat als Ziel die landesweite Bereitstellung einer Glasfaser-Infrastruktur bis 2030 festgelegt. Trotzdem erwartet der Breitbandverband BREKO bereits für Ende 2024 oder Anfang 2025, dass die Telekom Pläne zur Stilllegung der ersten DSL-Verbindungen in bestimmten Gegenden vorlegen wird. Daher appelliert der Verband an die Bundesnetzagentur, die Grundlage für eine konkurrenzfähige Übergangsphase von Kupfer- zu Glasfasertechnologien zu schaffen. Zusätzlich führte der BREKO bei einer Pressekonferenz am Donnerstag sein eigenes Modell für diese Übergangszeit ein.

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Bundesweites DSL-Ende nicht an einem einzigen Tag geplant

Ein landesweiter Abschaltungstag für die DSL-Netze ist nicht in Sicht. Dies bestätigte bereits die Telekom zu Beginn des aktuellen Jahres. Die Abschaltung soll stattdessen etappenweise erfolgen, betreffend das gesamte Netz von über 300.000 Kabelverzweigern der Telekom. Der BREKO warnt jedoch vor einer von der Telekom potenziell strategischen Abschaltungsweise. Dort, wo das Unternehmen eigene Glasfaserstrukturen verlegt hat, könnte das DSL-Netz schneller vom Netz genommen werden, was die Kunden zum Wechsel auf Glasfaser zwingen würde. Wo die Telekom keine Glasfasernetze hat, könnte sie nach BREKO das Kupfernetz weiterführen, was einem sanfteren Wechselzwang zu anderen Glasfaseranbietern gleichkäme.

Deswegen setzt sich BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers für ein präventives Vorgehen der Bundesnetzagentur ein: Eine aktive Gestaltung des Übergangs von Kupfernetz zu Glasfaser und die Entwicklung eines spezifischen Zeitplans, der auch in den Ausbaugebieten der konkurrierenden Unternehmen eine Netzabschaltung vorsieht, wenn flächendeckend Glasfaser verfügbar ist, wird gefordert.

BREKO setzt sich für Wettbewerbsgleichheit beim DSL-Abbau ein

Der BREKO fordert das sogenannte Fairness-Regelwerk für den Rückbau von DSL-Netzen. Laut diesem Konzept sollte die Telekom ausschließlich in denjenigen Arealen eine Genehmigung für das Abschalten des Kupfernetzes erhalten, in denen sie aktiv Glasfaser verlegt – und dies nur, wenn sie im Gegenzug auch die DSL-Netze in den mit Glasfaser versorgten Gebieten der Konkurrenzunternehmen deaktiviert. Für Firmen, die in den Ausbau von Glasfaser investieren, wäre ein solches Vorgehen ein lukrativer Investitionsanreiz, da eine starke Netzauslastung prognostiziert werden kann. Der BREKO ist des Weiteren der Ansicht, dass mit dem frühzeitigen Abbau der Kupferstrukturen beträchtliche Einsparungen an Strom und weiteren Ressourcen einhergehen würden.

Konsequenzen für Nutzer bei der Stilllegung des DSL-Netzwerks

Der Abschied von DSL-Verbindungen steht für viele Internetkunden in Deutschland an, da ein Großteil bislang über DSL das Internet nutzt. Laut BREKO sind jedoch keine ruckartigen Preisanpassungen in Verbindung mit dem Wechsel auf Glasfasertechnologie zu erwarten, da solche zu einem Sonderkündigungsrecht der Kunden führen würden. Eine reine Umstellung von der Kupfertechnik DSL auf Glasfaser rechtfertigt für die Kunden hingegen kein außerordentliches Kündigungsrecht. Zudem erfolgt die Abschaltung der DSL-Netze nicht abrupt; es wird eine Ankündigungsfrist von mindestens einem Jahr vor Beginn der Umstellung eingehalten.

Sobald eine Verfügbarkeitsrate von 95 bis 99 Prozent der Haushalte gegeben ist, also wenn die Glasfaserinfrastruktur zwar bis zur Straße, aber noch nicht in jedes Gebäude eingeführt wurde, könnte die Kupfernetzabschaltung anstehen. In der Zeitspanne von einem bis zwei Jahren vor der finalen Außerbetriebnahme haben viele Haushalte die Möglichkeit, direkt an das Glasfasernetz angebunden zu werden.

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